Map it
Erste Entwurf von Map it

Matthias Lipeck

Map it

Eine neuartige Visualisierung von besuchten Orten als hierarchische Circular Tree Map, um eine persönliche Karte zu erstellen.

Zur Zeit gibt es einige eindrucksvolle Projekte, im Bereich personenbezogener Geodaten, wie visits oder Shifted Maps. Beide Projekte inspirierten durch ihre jeweiligen besonderen Art der Datenaufbereitung und der damit verbundenen Zugänglichkeit für den Betrachter.

„Map it“ stellt die von dem Nutzer besuchten Orte dar. Dabei wird eine Darstellungsart genutzt, die auf Wegebeziehungen zwischen den Orten verzichtet und dadurch das Hauptaugenmerk auf die besuchten Orte legt. Dadurch entsteht eine neue Karte für den Nutzer - seine Karte. Diese Form der Darstellung ist inspiriert durch Guy Debord, dem es nicht um die exakte Abbildung der Entfernungen zwischen Orten und ihren räumlichen Positionen zueinander ging, sondern um die erreichten Orte, die in einer Gesamtkarte dargestellt werden. Mit dieser Idee der Kartendarstellung ist Debord eine wichtige Person der Psychogeographie.

Karte von besuchten Plätzen in Leipzig, nach Debord

„Map it“ nutzt Daten, welche durch die App „Moves“ auf dem Smartphone erfasst werden. Die besuchten Orte werden anschließend in der Circular TreeMap visualisiert. Dabei werden die Orte in einer hierarchische Darstellung geclustert. Somit beinhaltet der äußerste Kreis alle besuchten Orte, während die Größe jedes einzelnen Kreises den Gesamtaufenthalt des jeweiligen Ortes visualisiert. Ein Beispiel der hierarchischen Darstellung: Land → Region → Stadt → Stadtteile → einzelne Orte. Die Größe der Kreise in der Circular TreeMap ist proportional abhängig von der Häufigkeit oder der Dauer der jeweiligen besuchten Orte. Das heißt, je öfter oder je länger ein Ort besucht wird, um so größer ist der Kreis und die ihm zu Grunde liegenden geographischen Karten.

Experimente mit verschiedenen Darstellungen und Algorithmen

Die in der App „Moves“ gesammelten Daten werden über eine API ausgelesen und auf einer Webseite in der Circular TreeMap aufgearbeitet und ausgegeben. Die Webseite bietet neben der graphischen Darstellung auch die Möglichkeit der Interaktion, wie zum Beispiel das Zoomen auf die jeweiligen besuchten Orte oder das Abrufen von weiteren Informationen wie die Dauer sowie die Anzahl der Besuche oder die Zeiträume der Datenaufzeichnung auf die sich die Werte beziehen.

Anzeige der Bewegungen und Orte in der App „Moves“

„Map it“ wurde prototypisch mit Processing, Unfolding Maps und D3.js umgesetzt.

Map it erster Protoyp

Im Prototypen kann zwischen verschiedenen Darstellungen gewechselt werden, um persönlich angepasste Visualisierungen seiner Orte zu sehen. So können etwa die Gesamtverweildauer oder die Häufigkeit der Besuche auf die Größe der Kreise abgebildet werden, womit sich auch das gesamte Layout anpasst.